US-Klassiker: Chesapeake Bay für Seafood

Lange war die Chesapeake Bay berühmt für ihre Flut an Krabben, Austern, Venusmuscheln und anderen Meeresfrüchten. Egal, was das Feinschmeckerherz begehrte, die große Bucht an der amerikanischen Ostküste wusste es zu bieten. Nur eines fehlte noch: ein bisschen Geschmack, ein Prickeln auf der Zunge. Dafür sorgte in den 1940ern ein deutscher Einwanderer. Er erfand die Chesapeake Bay-Gewürzmischung.
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1939, Gustav Brunn flieht vor den Nazis und landet in Maryland, USA. Das Einzige, das Brunn im Fluchtgepäck hatte, so die Legende, war seine Pfeffermühle. In ihr lag der Beginn der Chesapeake Bay, einer legendären Gewürzmischung für Meeresfrüchte, die der deutsche Einwanderer erfand und fortan unter dem Markenamen „Old Bay Line“ vermarktete.

Die Chesapeake Bay-Gewürzmischung lässt sich leicht selbst machen. Sie passt zu sommerlichen Krabben, Fisch, Garnelen und allen Meeresfrüchten, die auf den Grill oder in den Schmortopf kommen. Hier ein Rezept: Zunächst 2 TL schwarzen Pfeffer, ½ TL weißen Pfeffer, 1 TL Piment, 1 TL Lorbeerblätter, 3 TL Senfkörner, ½ TL Muskatblüte und ½ TL Kardamom vermahlen. Dann 4 EL Selleriesalz, 2 TL Paprikapulver (gerne geräuchert), 1 TL getrocknete Chiliflocken und 1 TL Ingwerpulver hinzugeben. Alles gut vermischen, in ein luftdichtes, lichtundurchlässiges Gefäß füllen und an einem kühlen Ort aufbewahren.

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